GOTTES WORT ... durch Bertha Dudde. Für die gegenwärtige Zeit sind aus christlicher Sicht die Offenbarungen durch Bertha Dudde hochaktuell. Zeitgeist und Weltgeschehen bestätigen fast täglich die Erfüllung dieser Prophezeiungen. http://www.bertha-dudde.info/index.php - Jakob LORBER - Schreibknecht Gottes > http://jakob-lorber.cc/index.php?s=&l=de&b=
Igumen Nikon - Briefe eines Starzen
. .. Die Menschheit insgesamt und jeder einzelne Mensch befinden sich in einem schlimmen Zustand des Verfalls und der Verdorbenheit, und der Mensch selbst vermag sich nicht aus eigenen Kräften zu bessern und zu retten und sich als des Reiches Gottes würdig zu erweisen.
Den Menschen bessert der Herr Jesus Christus – deswegen ist er auch in die Welt gekommen; er bessert diejenigen, die an ihn glauben und ihre Verdorbenheit oder, wie wir eher zu sagen pflegen, ihre Sündhaftigkeit erkennen. So sagt es der Herr auch: Ich bin nicht gekommen, die Gerechten zu retten (d. h. jene, die sich für gerecht und gut halten), sondern die Sünder zur Buße aufzurufen;
jene also, die ihre Verdorbenheit, ihre Sündhaftigkeit und ihre Unfähigkeit, sich selbst zu bessern, erkannt haben; jene, die Jesus Christus um Hilfe bitten oder, besser gesagt, ihn um Gnade anflehen, um Waschung der Sündengeschwüre, um Heilung vom seelischen Aussatz und um die Erlangung des Reiches Gottes ausschließlich durch Gnade und nicht durch irgendwelche guten Werke.
Wer den geistlichen Weg richtig geht, findet bei sich zunächst immer mehrSünden, bis er sich am Ende mit seinem geistlichen Auge ganz in Sünden, im seelischen Aussatz sieht und von ganzem Herzen spürt, daß er unwürdig ist, auch nur den Namen Gottes anzurufen.
Dann wird er wie der Zöllner voller Schmerz beten, ohne es zu wagen, die Augen aufzuheben: Herr, sei mir Sünder gnädig! Verweilt der Mensch lange Zeit in diesem seelischen Zustand, wird er auch gerechtfertigt wieder aus ihm herauskommen wie der Zöllner.
Hält sich jedoch der Mensch für gut und seine einzelnen, auch die schweren Sünden für zufällig, in der Meinung, schuld daran sei weniger er selbst als alle möglichen äußeren Umstände oder Personen oder Dämonen, so ist diese Haltung verlogen: Es wäre dies ein Zustand des Trugs, wovor uns der Herr alle behüten möge.
Um auf dem rechten Pfad zu wandeln, muß man auf sich achtgeben und seine Taten, Worte, Absichten, Neigungen usw. mit den Geboten Christi vergleichen und sich dabei in nichts rechtfertigen, sich nach Möglichkeit bessern, die Mitmenschen weder anklagen noch richten, schließlich vor dem Herrn Reue zeigen und Gott und den Menschen Demut erweisen: dann wird der Herr uns allmählich unsere Sündhaftigkeit, unsere Verderbnis und unsere unbeglichene Schuld erkennen lassen.
Der eine schuldet 500 Groschen, der andere 50, beide können sie aber ohnehin nicht bezahlen (Lk 7,41 f.).
Der Herr erläßt in seiner Güte beiden ihre Schuld. Das heißt, es gibt keinen solchen Gerechten, der die Gnade des Erlösers nicht benötigte. Das ist Gottes Weisheit! Ein offener Sünder kann eher reumütig werden, zu Gott finden und seine Seele retten als der äußerlich Gerechte. Deshalb hat Jesus Christus auch gesagt, die Zöllner und die Sünder gingen vor manchen sich für gerecht Haltenden in sein Reich ein.
Nach Gottes großer Weisheit tragen die Sünden und die Dämonen zur Demut des Menschen bei und dadurch zur Seelenrettung. Deshalb verbot der Herr auch, dass man das Unkraut aus dem Weizen reiße: Ohne das Unkraut entstünde leicht der Stolz, Gott aber widersetzt sich dem Stolz. Stolz und Dünkel sind der Tod des Menschen.
Was folgt aus dem Gesagten? Erkennt Eure Schwachheit und
Sündhaftigkeit, richtet niemanden, rechtfertigt Euch nicht, demütigt Euch, und der Herr wird Euch zur rechten Zeit erheben.
Herr, sei uns Sündern gnädig.
Vergebt mir und betet für mich ...