GOTTES WORT ... durch Bertha Dudde. Für die gegenwärtige Zeit sind aus christlicher Sicht die Offenbarungen durch Bertha Dudde hochaktuell. Zeitgeist und Weltgeschehen bestätigen fast täglich die Erfüllung dieser Prophezeiungen. http://www.bertha-dudde.info/index.php - Jakob LORBER - Schreibknecht Gottes > http://jakob-lorber.cc/index.php?s=&l=de&b=
Stellung zur Kirche. – 20. August 1840
[HiG.01_40.08.20,01] Ein ganz kleines Beiwort an jene, die da meinen, in
der Schrift „Der Weg zur Wiedergeburt" nicht Meine, sondern des Satans
Stimme zu vernehmen, oder jene Schrift doch wenigstens als ein eitles
Machwerk Meines Schreibers ansehen. An sie seien diese Zeilen gerichtet!
[HiG.01_40.08.20,02] Sie zweifeln an der Echtheit Meiner Gnade. Doch wenn
Ich auch zweifelsfähig wäre, so könnte Ich da auch sehr an ihrer Liebe zweifeln!
Denn sie haben wohl den Verstandesglauben, aber weit entfernt ist noch von
ihnen ein gläubiges Herz. – Statt das Herz durchs Gefühl verständig und
empfänglich zu machen, füllen sie nur immer mehr und mehr den Verstand.
Dieser ist ihnen von lauter Lesen angeschwollen wie ein vollgefüllter Ball. Dieser
Ball hängt durch die Schnur des Willens am Herzen. Das Herz nun möchte sich
ausdehnen und in vollen Zügen Meine Barmliebe in sich schlürfen, besonders
wenn Ich so etwas recht Demütigendes ein wenig verhüllt gebe, so daß es wegen
der Umhüllung nicht mehr durch die feinen Poren des Balls ihres Luftverstandes
dringen kann und demzufolge aufs Herz fällt und da Eingang finden möchte.
[HiG.01_40.08.20,03] Allein der mit den Luftgasen gefüllte Verstandesballon
zieht dann an der Willensschnur vermöge seiner spezifischen Leichtigkeit gleich
einem Luftballon so stark, daß die Einmündungen in die Geisteskammern des
Herzens dadurch fest zusammengeschnürt werden und die Gaben auch hier
nicht eindringen können. Was folgt aber daraus? Nichts anderes als Zweifel, weil
die lebendige Gabe zwischen den beiden Enden der Willensschnur, gleichsam
auf- und abrutschend, weder in das eine noch in das andere den Eingang findet.
Da muß Ich dann hinzutreten und den Verstand etwas auslüften, damit er
wieder zum Sinken kommt, die Schnur schlaff wird und so das
zusammengeschnürte Herz wieder Luft bekommt.
[HiG.01_40.08.20,04] Der ordnungsmäßige Zustand aber soll folgender sein:
Das Herz wird mehr und mehr durch die demütige Darniederkunft des
Verstandes erweitert und nimmt denselben in sich auf. Da wird dann der
Verstand selbst von der Liebe erwärmt und dehnt sich im Herzen aus. Dadurch
wird auch die Liebe gespannter und gespannter, entzündet sich endlich in ihrer
beseligenden Wärme, und das Licht ihrer sanften Flamme durchleuchtet gar
lieblich sanfthell den Verstand. Da erglänzen dann die Schätze des Himmels im
Verstand, werden durch die Wärme des Lichts größer und größer und immer
zerlegter und zergliederter (wie unter einem Mikroskop) – woraus dann das
schöne Herzensverständnis der Liebe und des wahren, lebendigen Glaubens
kommt und das Senfkörnlein sich zum Baume umgestaltet und die Vögel des
Himmels und endlich auch Mich Selbst zum Wohnen in seinen Zweigen
einladet.
[HiG.01_40.08.20,05] Dieses Gesagte diene zu deiner Beruhigung bei
ferneren, ähnlichen Vorwürfen, als ob du (Jakob Lorber) ein Diener Zweier
wärest, oder als ob Ich Mich auch eines Werkzeuges des Satans für Meine
Gnade bedienen möchte. Das wenige Folgende aber diene zur Lüftung des
Verstandes bei den Zweiflern!
[HiG.01_40.08.20,06] Ist es wohl löblich, wenn Kinder ihre kranke Mutter
verlassen und der Leidenden den Tod wünschen ihrer vielen Gebrechen
halber? – Ich sage, die römische Kirche ist eine Hure; aber ihr seid denn
doch in ihr geboren worden und habt die erste Kindermilch aus ihrer Brust
gesogen. Sie lehrte euch zuerst Meinen Namen nennen, nährte euch wie
eine recht zärtliche Mutter und untersagte euch nur das Naschen solcher
Speisen, die euch den Magen verdorben hätten. Sie weckte dadurch in euch
den Appetit zu kräftigeren Speisen der Seele und des Geistes, welche nach
Meinem Willen euch von Mir nie vorenthalten wurden, so daß ihr nach
Herzenslust habt schwelgen können. Und noch heutzutag schwelget ihr wie
nicht bald jemand – in ihrem Schoße!
[HiG.01_40.08.20,07] Wie kommt es denn nun, daß ihr mit Jakobus und
Johannes rufet: „Herr, lasse Blitz und Schwefel regnen auf ihr krankes
Haupt!"? – Hört, da schaut noch ganz wenig wahre Liebe heraus! Meinet
denn ihr, Vernichtung sei der Weg zur Besserung!? O nein, da irrt ihr euch
gar abscheulich. So meinten denn auch alle Sektenstifter. Aber sie haben
sich ebenfalls sehr geirrt, und die Folge war: Bruderzwist, Krieg, Mord und
Greuel aller Art! – War eine solche Besserung gesegnet? Oder kann da eine
Sekte sagen: „Meine Lehre ist nicht mit dem Blute der Brüder besiegelt!?"
[HiG.01_40.08.20,08] Sehet, sie, die Römerin, ist dasjenige
ehebrecherische Weib, welches da hätte gesteinigt werden sollen. Ich aber
sage auch hier: „Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie!" –
Wieder ist sie das kananitische Weib und hat einen großen Glauben und
viel Liebe. – Wieder ist sie das Weib, das da zwölf Jahre am Blutgange litt
und Mir aus Meinem Kleide die Heilung stahl und genaß, da sie viel
Glauben und Liebe hatte. – Und wieder ist sie gleich der großen Hure und
hernach Büßerin Magdalena, die da Meine Füße salbte. – Unter allen diesen
Gestalten kann die römische Kirche auftreten.
[HiG.01_40.08.20,09] Dagegen sind andere „Jünger" voll Ärgers, so sie von
Meinem „Fleische und Blute" hören. Sie glauben, was sie wollen, beleben
sich mit den Brosamen, die von ihrer Herren Tische fallen (was da ist mein
zerstückeltes Wort) und wollen in ihrem übermütigen Taumel beweisen,
daß Ich gar nicht sei; und wenn doch noch etwas von Mir übrigbleibt, so
kann Ich erst dann sein, wenn sie so herablassend waren und Mich in ihre
„Idee" aufgenommen haben. Wahrlich Ich sage: So irgendeine Sekte im
Vollbesitze Meines Wortes zu keiner besseren Vorstellung von Mir
gelangen kann als zu einer solchen, die auf Meine gänzliche Vernichtung
ausgeht, da sind Mir sogar die Türken in ihrer ehrlichen und strengen
Blindheit lieber, da sie Mich doch noch für etwas Höheres halten als ihren
Abgott Mohammed; und unvergleichlich lieber die Römischen, allwo man
Mir, als Gott und Herrn doch noch immer wenigstens ein äußerliches,
sichtbares Opfer darbringt, welches für viele ein lebendiges Denkmal
Meiner Erlösung ist.
[HiG.01_40.08.20,10] Sehet, so steht es also mit Rom! – Ich habe kein
Wohlgefallen am Vatikan noch an der Peterskirche. Und es wäre Mir an
deren Stellen ein Armenhaus überaus lieber. Rom ist eine Stadt, die mit den
Königen der Welt Hurerei getrieben hat. Sie ist eine Hure und tut wie eine
Hure. Sie schmückt ihr Fratzengesicht und zieht ihrem halbverwesten Leibe
schöne Kleider an, um auszusehen, als wenn sie noch eine Jungfrau wäre.
Seht, dieses alles und tausendfach anderes ist Mir wohlbekannt. Aber sagt
ihr nicht selbst: Eine Hure erzieht ihre Kinder oft besser als eine stolze
Mutter, die da glaubt, sie habe alle Meine Weisheit mit dem Löffel
gegessen!? So sage auch Ich: Diese Hure hat schon sehr viele gute Kinder
erzogen und hat dadurch Meine Füße gesalbt. Daher will Ich ihr helfen und
sie ansehen, damit sie Buße tue; denn sie hat viel gesündigt, aber auch viel
geliebt!
[HiG.01_40.08.20,11] Zu euch aber sage Ich, daß ihr in ihr geboren und
getauft wurdet, daher sollet ihr auch nicht Vernichtung, sondern Heilung
ihr wünschen. Ich gebe euch den Balsam und heile in euch das Erbübel. So
ihr nun lebet nach dem gegebenen Regeln, so wird euch die Kirche achten.
Und so sie an euch erfahren wird Wunderdinge, so wird sie selbst nach dem
Balsam verlangen und wird im stillen viele ihrer Wunden heilen. So ihr aber
wollet abtrünnig werden, so wird wenig Segen an eure Brüder gelangen!
[HiG.01_40.08.20,12] Lebet, wie Ich euch gezeigt habe, dann wird euch
auch nie eine Untersuchung Meinetwegen treffen! Denn Ich werde euch
beschützen und Mein Werk wird ungehindert ans Tageslicht treten als ein
großer Magnet, der alles an sich ziehen wird. Aber ihr müßt ihn nicht
entkräften durch euren Ungehorsam und durch solche Zweiflerei.
[HiG.01_40.08.20,13] So ihr sagt: Wie kann da ein neunundneunzigfacher
Segen darin sein? – Da sage Ich: Es werden im Himmel sich die Engel über
einen büßenden Sünder neunundneunzigmal mehr freuen als über ebenso
viele Gerechte, die da meinen, durch Mein Vollwort gerechtfertigt zu sein. –
Denn das sage Ich wahrlich: Luther, Calwin, Melanchthon u.a. mehr wiegen
nicht einen Johann vom Kreuz, noch einen Johann von Gott, noch einen
Franziskus, noch einen Thomas von Kempen, noch einen Taulerus, noch
eine Theresia und noch viele tausend andere auf.
[HiG.01_40.08.20,14] Ja da hätten die namhaftesten Protestanten noch
sehr vieles lernen können! Selbst Swedenborg hat in Rom manches
erfahren, was ihm erst die Pforte zum inneren Leben ganz bedeutend zu
öffnen geholfen hat; denn er war einer, der sich aus allem die Quintessenz
zu verschaffen wußte und tatsächlich davon den Nutzen zog.
[HiG.01_40.08.20,15] Seht, daher geht der Weise in die alte
Rumpelkammer und findet da oft große Schätze vom Staube der
Zeremonie bedeckt. Den Staub wischt er weg und legt das reine Gold in
seine Schatzkammer. Desgleichen tuet auch ihr! – Denn es steht
geschrieben: „Laßt die Kleinen zu Mir kommen und wehret ihnen nicht;
denn solcher ist das Reich der Himmel"! Und wer nicht wird gleich ihnen,
wird nicht kommen alsobald in Mein Reich, als bis er wird wie sie, die da
nicht grübeln, sondern in der Einfalt den Eltern aufs Wort glauben und
darnach tun; und selbst, wenn sie durch Meine Gnade den Eltern
entwachsen sind, noch immer ihr Wort ehren, wenn sie es auch nicht
benötigen.
[HiG.01_40.08.20,16] Noah fehlte, da er sich berauschte; aber er hat den
Sohn verflucht, da er gelacht hat. Und die zwei, die, ihn liebend, seine Blöße
bedeckt haben, hat er gesegnet. Desgleichen (wie die zwei besseren
Noahsöhne) tuet auch ihr, wollt ihr neunundneunzigmal gesegnet sein! –
Das sage Ich, die Ewige Liebe und Weisheit. Amen, Amen, Amen.
http://www.scribd.com/doc/28676381/Stellung-zur-Kirche.
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