GOTTES WORT ... durch Bertha Dudde. Für die gegenwärtige Zeit sind aus christlicher Sicht die Offenbarungen durch Bertha Dudde hochaktuell. Zeitgeist und Weltgeschehen bestätigen fast täglich die Erfüllung dieser Prophezeiungen. http://www.bertha-dudde.info/index.php - Jakob LORBER - Schreibknecht Gottes > http://jakob-lorber.cc/index.php?s=&l=de&b=
Die verschiedenen Arten der Selbstmörder
und deren Zustände im Jenseits
(Der Herr:) ,,Es gibt aber auch Unterschiede bei den Selbstmördern. So jemand
aus dem Grunde, weil durch jemand anders sein großer Hochmut zu sehr
gedemütigt ward und ihm dafür gar keine Möglichkeit zu einer Rachenehmung
offensteht, sich das Leibesleben nimmt, so ist das eine böseste Art des
vorsätzlichen Selbstmordes. Eine solche Art des Selbstmordes kann an einer
Seele nimmer völlig gutgemacht werden. Tausendmal Tausende von Jahren
werden erfordert, um eine solche Seele nur zum wenigsten zu einer Umhäutung
ihrer dürren, aller Liebe baren Scheinknochen zu bringen, geschweige zu einer
Inkarnierung ihres ganzen Wesens; denn die Inkarnierung ist ja eben ein Produkt
der Liebe und erweckt auch wieder Liebe.
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Wenn jemand eine Jungfrau ansieht, die in ihrer fleischlichen Formsphäre sehr
vollendet dasteht und vor Üppigkeit strotzt, so wird er von solch einer Gestalt
alsogleich durch und durch ergriffen, und sein Herz wird sogleich eine
liebeglühige Sehnsucht dahin an den Tag legen, diese Jungfrau sein nennen zu
können. Ja warum denn das also? Weil der Jungfrau fleischliche Üppigkeit pur
ein Produkt vieler Liebe ist! Was als Stoff aber die Liebe zum Grunde hat, kann
und muß im Nebenmenschen auch das erwecken, was es selbst ist.
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Treten wir aber zu einer andern Jungfrau hin, die ganz entsetzlich mager ist, und
Ich sage es euch, daß diese niemandes Herz besonders mächtig rühren wird;
man wird sie heimlich bemitleiden, aber verlieben wird sich schwerlich jemand
in sie. Warum denn da wiederum also? Weil über ihren Knochen viel zu wenig
desjenigen Materials hängt, das nur ein Produkt der Liebe ist!
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Eine Seele, die schon hier pur Liebe war, sieht jenseits gleich allerreizendst, der
Form nach überaus vollendet aus. Eine geizige und sehr eigenliebige Seele sieht
dagegen üppigst und somit sehr mager aus; aber etwas Fleisch und Blut ist noch
immer da, weil eine solche Seele doch noch wenigstens die Liebe zu sich selbst
hat. Ein Selbstmörder aber ist auch dieser Liebe vollkommen ledig, und seine
Seele muß daher notwendig als ein ganz dürres Gerippe im Jenseits erscheinen.
Es kommt nun nur noch darauf an, ob als menschliches oder als irgendein
tierisches Gerippe!
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Wir haben schon ehedem berührt, wie es mehrere Arten des Selbstmordes geben
kann, und Ich habe bereits die schlimmsten ausführlich erwähnt. Nun, ein
schlimmstartiger Selbstmörder kommt jenseits nicht in der Form eines
menschlichen Gerippes zum Vorschein, sondern in dem eines Drachen, einer
Schlange oder eines höchst wilden, reißenden Tieres. Warum? Das könnet ihr
euch nun wohl gar leicht denken! Eine solche Seele wird nie mehr in eine
völlige Lebensvollendung eingehen können.
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Daneben gibt es Selbstmörder aus Eifersucht um einer Jungfrau willen, der ein
anderer ohne ihr Verschulden besser gefiel als der eifersüchtige Patron, der sie
bei jedem Zusammenkommen mit allen möglichen Vorwürfen quälte und ihr
Verbrechen der Untreue andichtete, an die sie nie gedacht hatte. Ein solcher
kommt jenseits im Gerippe eines Wolfes, Hundes oder Hahnes zum Vorscheine,
weil dieser Tiere Lebensnaturen den Verstand und den Willen solch eines
eifersüchtigsten Toren leiteten, da sie als Vorkreaturen das eigentliche
Hauptwesen solcher Seele bedingten. Auch solche Selbstmörder werden einst
höchst schwer nur zu einiger Vollendung des Lebens gelangen.
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Dann gibt es Selbstmörder, die geheim ein großes Verbrechen begangen haben,
auf das, ihnen bewußt, eine schimpflichste und schmerzlichste Todesstrafe
gesetzt ist. Sie wissen, daß ihr Verbrechen offenbar werden muß. Was geschieht
da gewöhnlich? Ein solch geheimer Verbrecher geht aus größter Furcht und aus
seiner gerechten Gewissensqual in die vollste und finsterste Verzweiflung über
und erwürgt sich selbst. Eine solche Seele erscheint jenseits im Skelett ihrer
Vorkreaturen, als etwa der Molche, Eidechsen und Skorpione, die alle auf einem
Haufen zusammenkauern, um den ein Glutwall gezogen ist, gewöhnlich in der
Form einer glühenden Riesenschlange. Auch der Glutwall gehört zur Vorkreatur
einer und derselben Seele und ist ein Intelligenzteil derselben.
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Kurz, wenn eine Seele einmal, auf Grund einer schlechten Erziehung, aller
Liebe, auch der zu sich selbst, bar geworden ist, dann ist von der ganzen Hölle,
als des Lebens ärgstem Feinde, auch die ganze Seele durchdrungen und wird
dadurch in sich selbst ein Feind des eigenen Lebens und Seins und trachtet stets,
auf irgendeine schmerzlose Art dasselbe zu vernichten! Bei solch einer totalen
Lebensfeindschaft muß am Ende ja alles aus den Lebensfugen gehen, und eine
solche Seele kann dann jenseits doch unmöglich anders als ganz in ihre
Urlebenssonderformen aufgelöst erscheinen, und da nur in deren fleischlosen
Skeletten, die bloß das notwendige Gericht in sich tragen.
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Der Knochen, beim Menschen wie beim Tier, ist der am meisten gerichtete und
somit aller Liebe barste Teil, und weil in den Knochen, sowenig wie in einem
Steine, sich eine Liebe zum Leben aufhalten kann, so bleiben diese, wenn auch
substantiell seelisch nur, am Ende als solche Entsprechungsteile übrig, in denen
sich nie irgendeine Liebe aufhalten kann. Menschenknochen aber sind noch
immer fähiger, sich mit Leben zu umkleiden, als die Tierknochen, und gar die
Skeletthülsen der Insekten und die Knorren, Knorpeln und Gräten der
Amphibien.
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Wenn jenseits dann ein Selbstmörder in der vorbeschriebenen Art erscheint, so
könnet ihr es euch nun schon vorstellen, wie schwer und wie lange es hergehen
wird, bis eine solche Seele nur einmal dahin kommt, in ein menschliches
Gerippe überzugehen und dann eine Haut und gar irgendein Fleisch aus sich
selbst bekommt.
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Aber es entsteht in euch nun die Frage, ob eine solche Seele auch irgendwelche
Schmerzen leide. Und Ich sage es euch: zuzeiten die größten und brennendsten,
zuzeiten auch wieder gar keine! Wird sie ihrer noch immer möglichen
Wiederbelebung halber von den sich zu dem Behufe nahenden Geistern
gewisserart aufgerührt, so empfindet sie in ihren Teilen einen brennendsten
Schmerz; kommt sie aber wieder zur Ruhe, dann ist in ihr weder ein Gefühl, ein
Bewußtsein, noch somit irgendein Schmerz vorhanden.
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Es gibt aber noch weiter eine Menge Arten des Selbstmordes, die aber in ihren
Folgen nicht so bösartig auf die Seele einwirken wie die beiden soeben
beschriebenen; jedoch irgend gute Folgen für die Seele hat kein Selbstmord!
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Der von Mathael erzählte war noch einer von der besten Art, daher es mit der
Wiederbelebung und Errettung jener Seele auch leicht und recht schnell herging.
Aber ein Leck bleibt einer solchen Seele doch für immer, und das besteht darin,
daß sie nahe nie wieder zur vollen Kindschaft Gottes gelangen kann; über die
Seligen des ersten, äußersten und somit auch untersten Himmels, oder gar nur
bis an die Grenzmarken desselben, kommt eine selbstmörderische Seele kaum
je!
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In den ersten, den Weisheitshimmel kommen zumeist nur Seelen von allen
anderen Weltkörpern, und von dieser Erde die Seelen jener weisen Heiden, die
nach ihrer Erkenntnis wohl sehr gewissenhaft und gerecht gelebt haben, aber
von Meiner Person auch jenseits nichts vernehmen wollen. Nehmen sie jedoch
mit der Weile etwas an, so können sie wohl in den zweiten, also höheren oder
auch Mittelhimmel aufgenommen werden; aber in den dritten, innersten und
höchsten, den eigentlichen Liebe- und Lebenshimmel kommen sie nie und
nimmer. Denn dahin werden nur jene kommen, die schon die volle Kindschaft
Gottes erlangt haben.
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Ich meine, daß euch nun auch diese vom Bruder Mathael erzählten Todesarten
als hinreichend erklärt vorkommen sollten; ist aber doch noch jemandem irgend
etwas nicht klar genug, so steht jedem eine Frage frei. Es fehlen nur noch zwei
Stunden, und die Sonne wird über dem Horizonte stehen, und da werden wir alle
dann wieder etwas ganz anderes unternehmen. Wer sonach noch etwas will und
mag, der rede nun!"
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Sagen alle: ,,Herr, es ist uns alles klar; denn bei einer solch lebendigen
Erklärungsweise kann ja niemandem etwas unklar bleiben!"
Quelle:
DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES - BAND 4
Lehren und Taten Jesu während Seiner drei Lehramts-Jahre
Jesus in der Gegend von Cäsarea Philippi
- Kapitel 152 -