Overblog Alle Blogs Top-Blogs People
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU

GOTTES WORT ... durch Bertha Dudde. Für die gegenwärtige Zeit sind aus christlicher Sicht die Offenbarungen durch Bertha Dudde hochaktuell. Zeitgeist und Weltgeschehen bestätigen fast täglich die Erfüllung dieser Prophezeiungen. http://www.bertha-dudde.info/index.php - Jakob LORBER - Schreibknecht Gottes > http://jakob-lorber.cc/index.php?s=&l=de&b=

Werbung

Die Kraft der Einfachheit

.

 

Die Kraft der Einfachheit


 

 

Je reiner ein Element ist, desto einfacher ist seine Struktur. Daraus folgt, daß ein Element um so vielfältiger verwendet werden kann, je weniger Besonderheiten sein Eigencharakter hat. Ich will mich näher erklären.

 

Nichts könnte reiner und klarer sein als das Wasser. Trotzdem hat nichts auf dieser Erde einen vielfältigeren Verwendungsbereich. Warum? wegen seiner Fliessbarkeit. Es nimmt keine eigenen Formen an. Es ist damit zufrieden, alle nur erdenklichen Arten von Eindrücken aufzunehmen. Es ist ohne eigenen Geschmack, kann aber eine unendliche Vielfalt von Geschmacksstoffen übermitteln. Es hat keine Eigenschaften wie Farbe und Geruch, sie können aber eingegossen werden durch das was man ihm gibt. Diese Fähigkeit, keinen Geschmack und keine Farbe zu besitzen, klar und rein zu sein, erlaubt es dem Wasser, vielfältig verwendet zu werden.

 

Wenn du das Wasser fragst: „Welches sind deine Eigenschaften?“, so wird es antworten: „Meine Eigenschaften sind, überhaupt keine Eigenschaften zu haben. Ich nehme alles duldend und leidend an.“ „Aber“, könntest du erwidern, „ich sehe doch deine rote Farbe.“ Da wird das Wasser antworten: „Ich darf wohl behaupten, daß ich von Natur nicht diese rote Farbe habe, da ich aber gewöhnlich nicht danach frage, was mir geschieht, so ist mir diese rote Farbe eingegossen worden.“

 

Und wie es das Wasser mit der Farbe hält, so verhält es sich auch mit der Form. Es ist flüssig und anpassungsfähig. Es nimmt sofort und ganz genau die Form des Gefäßes an, in welches es gegossen wird. Hätte das Wasser eine eigene Festigkeit, so wäre es nicht in der Lage, sich einer anderen Form anzupassen; wie es auch nicht fähig wäre, jeder Tönung von Farbe Ausdruck zu verleihen.

 

Wir können das übertragen auf die Inwohnung des Heiligen Geistes und auf den menschlichen Willen, sofern sich der Wille im Zustand der Einfalt und Reinheit befindet. Wasser hat weder Geschmack noch Farbe. Wie das Wasser sein Aussehen und seinen Geschmack dem verdankt der in ihm wohnt, so ist es mit dem menschlichen Willen, der in Gott gelassen und verloren ist. Gott ist der alleinige Urheber seiner sämtlichen Äußerungen.

 

So sehe ich die Gottgeziemende Haltung des menschlichen Willens. Die Seele unterscheidet nichts mehr und verliert sich selbst aus dem Gesicht. Der Wille beansprucht nichts mehr für sich. Darin liegt seine Reinheit. Was vom Herrn in ihn hineinkommt, das empfängt er, ohne es mehr in Eigenheit festzuhalten.

 

Dieser Verlust alles Eigenen bringt dem Wasser einen großen Gewinn. Ja es wäre ein unermesslicher Verlust für alle, wenn es diese Verlierung nicht gäbe. Wie lieblich doch das Wasser uns darauf aufmerksam macht.

 

 

 

 

Madam Guyon

 

Werbung
Zurück zu Home
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post