Mittwoch, 10. februar 2010 3 10 /02 /2010 12:13

GOTTES WORT

... durch Bertha Dudde   -  12.1.1965 

 

8910   (Zu Buch 93 NR. 3901 vom 11.10.1946) (Buch 49)

 

Gut und Böse .... Gesetz von Ewigkeit .... 

 

Auch darüber will Ich euch eine Erklärung geben, denn nur der geringste Zweifel hindert euch an der Richtigstellung jener Ansicht, daß von Mir aus das Böse in das Wesen gelegt wurde. Ich habe niemals das Böse geschaffen, aber Ich wußte es von Ewigkeit, daß sich das Böse in der Welt der abgefallenen Geister durchsetzen würde ....

Ich wußte es von Ewigkeit, daß Ich auch als Ausgang des Bösen angesehen werden würde, weil Ich von Ewigkeit her weiß, mit welchen Lügen Mein Gegner kämpfen würde gegen Mich, um die Rückkehr zu Mir zu unterbinden .... Aber Ich führe immer wieder den Menschen ein Licht zu, das sie über Mein Wesen aufklären soll. Und es werden auch immer wieder Lichtträger von oben zur Erde niedersteigen, um gerade diese Ansicht klarzustellen ....

Mein Wesen ist von Ewigkeit gut, und Es ist nicht fähig, je einen bösen Gedanken auf Seine von Ihm erschaffenen Wesen zu übertragen. Dieses muß euch vorerst gesagt werden, auf daß ihr selbst nicht annehmet, mit allen schlechten Eigenschaften und Begierden von Mir erschaffen worden zu sein.

Denn ewige Zeiten waret ihr Mir so innig verbunden und kanntet in dieser Verfassung nichts Widergöttliches, ihr waret ein Herz und eine Seele (gleichen Willens) mit Mir, so daß ihr ungehemmt Meine Liebekraft empfangen konntet und dadurch unbegrenzt selig waret.

Als nun aber Mein erstgeschaffener Geist .... Luzifer oder Lichtträger .... abfiel von Mir und also ihr alle die Willensprobe ablegen solltet, welchem Herrn ihr euch zuwendet .... als ihr im freien Willen euch recht entscheiden solltet .... mußtet ihr selbst auch wählen können zwischen Gut und Böse, ihr mußtet wissen, daß das Böse von Meinem Gegner ausging, während von Mir nur gute Gedanken euch zuströmen konnten.

Ich also gab euch Licht .... das Unterscheidungsvermögen von Gut und Böse, und in diesem hellen Licht hättet ihr erkennen können, wo das Böse seinen Ausgang nahm. Ich duldete wohl das Böse, weil es nötig war für euren Willensentscheid, hieß es aber niemals gut ....

Und so auch mußte das Wesen eine Begierde stillen können, wenn es danach verlangte, obwohl sie böse war .... wie aber auch die Begierde zum Gut-Sein in dem Wesen sein mußte und dies also so zu verstehen ist, daß jegliches Verlangen sich entfalten kann, weil anders eine Entscheidung nicht möglich war.

Daß die gefallenen Wesen nur böses Verlangen stillen wollten, hat aber nicht das zum Anlaß, daß ihnen dieses Verlangen von Anbeginn an eigen war, sondern erst Mein nunmehriger Gegner hat dieses Verlangen auf seinen Anhang übertragen.

Also es mußte jedes Empfinden dem Wesen möglich sein, es muß Begierden in sich erwecken können, doch brauchen diese Begierden nicht von Mir den Ausgang genommen zu haben .... was immer dann der Fall ist, wenn diese Begierden schlecht sind .... wie aber auch jedes nicht gefallene Wesen ein Verlangen hat, das sich nur dem Guten zuwendet ....

Stellet also das Wort "Verlangen" anstatt "Begierde" .... das an sich das gleiche ist, und es wird euch verständlich sein, daß alles Empfinden in den Wesen seinen Ausgang hat bei Mir, daß aber die Richtung dessen jedes Wesen selbst bestimmt ....

Darum sollet ihr mit allen Zweifeln, mit jeder Frage zu Mir kommen und Ich werde euch nicht in der Not der Seele lassen, Ich werde euch Aufklärung geben, auf daß ihr, die ihr die Wahrheit vertreten sollet, die euch von oben geboten wird, auch selbst von der Wahrheit überzeugt seid .... Denn es gilt, noch viel Irrtum zu berichtigen, auch wenn ihr glaubet, die Wahrheit zu besitzen, denn es bleibt nichts unverändert, was zu noch unvollendeten Menschen kommt, und ob es auch noch so rein von oben ausgegangen ist ....

Darum offenbare Ich Mich immer wieder von neuem, um wieder die reine Wahrheit zur Erde zu leiten, und darum könnet ihr auch ohne Bedenken annehmen, wenn ihr alles ernsthaft prüfet, denn die reine Wahrheit von Mir muß die Wirkung haben, daß sie erkannt wird von denen, die ernsten Verlangens nach der Wahrheit sie entgegennehmen ....

 

Amen

 

 

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Mittwoch, 10. februar 2010 3 10 /02 /2010 12:12

GOTTES WORT

... durch Bertha Dudde   -  11.10.1946 

 

3901   Gut und Böse .... Gesetz von Ewigkeit ....

 

Auch das Böse ist von Mir zugelassen, jedoch niemals Mein Wille, denn das Böse widerspricht Meinem Gesetz von Ewigkeit, es ist eine verkehrte Willensrichtung, die von Mir abstrebt und etwas völlig Ungöttliches anstrebt .... einen Zustand, der gänzlich dem Urzustand des von Mir Geschaffenen widerspricht ....

Gut und Böse anzustreben muß aber diesem von Mir Geschaffenen möglich sein, also muß Gut und Böse bestehen, will das Wesen vollkommen bleiben oder werden aus freiem Willen.

Alles Meinem Gesetz von Ewigkeit Widersprechende ist böse, alles in Meiner ewigen Ordnung Verbleibende ist gut; daß aber das Wesen sein Verlangen nach jeder Richtung hin in sich spüren oder entwickeln kann, ist Mein Wille, und daß es jegliche Begierde in seinem Herzen empfinden kann, ist Mein Werk. Doch Meine Weisheit und Meine Liebe liegt dem zugrunde, daß Ich das Wesen so erschaffen habe, weil Ich es zur ewigen Seligkeit führen will und dies als Bedingung ein Zustreben zum Guten im freien Willen hat.

Um Kraft entfalten zu können, muß auch ein Widerstand vorhanden sein .... um gut zu sein, muß der Mensch auch die Möglichkeit haben, schlecht sein zu können und gut werden oder bleiben aus eigenem Antrieb, ansonsten seine Vollkommenheit pur ein Werk Meiner Liebe wäre, der jedoch der höchste Grad mangelt, weil der freie Wille unerläßlich ist, der aber zuvor erprobt werden muß.

Das Böse kann nimmermehr gut genannt und als von Mir ausgehend hingestellt werden, wenngleich Ich auch dem Bösen Raum gewähre, wenngleich Ich es zulasse. Böses Denken, böses Reden und böses Handeln steht außerhalb Meiner göttlichen Ordnung .... Würde ich es aber kraft Meines Willens verhindern, daß der Mensch böse denken, reden und handeln könnte, so wäre er kein freies, selbständiges und selbstwollendes Geschöpf, sondern lediglich ein Produkt Meiner Willenskraft, das aber niemals den Anspruch auf Vollkommenheit machen könnte.

Ich aber will Mir vollkommene Geschöpfe bilden, die Ich mit Meiner Liebekraft durchstrahlen und also überaus selig machen will. Und dazu müssen sie die Willensprobe bestanden haben, aus eigenem Antrieb, im völlig freien Willen den höchsten Vollkommenheitsgrad anzustreben .... Und das bedingt auch die Möglichkeit, absinken zu können in den Zustand der Unvollkommenheit, der weitesten Entfernung von Mir.

Mein Wille ist und bleibt bis in alle Ewigkeit gut, und was sich Meinem Willen freiwillig unterstellt, wird gut sein und bleiben; was Meinem Willen entgegenhandelt, zieht also das Böse vor, und Ich hindere es nicht, jedoch es beraubt sich selbst seiner Vollkommenheit, es besteht die Willensprobe nicht und muß, so es abgesunken ist auch in die tiefste Tiefe, unweigerlich wieder zur Höhe streben in freiem Willen, wenngleich es eine endlos lange Zeit dazu benötigt, um wieder in den Grad der Vollkommenheit zu gelangen, der Meine Nähe zuläßt.

Und eben darum muß seinem Willen ein Spielraum gegeben werden, der ewigen göttlichen Ordnung muß zuwidergehandelt werden können, was Ich aber nimmermehr gutheißen kann und was auch nimmermehr Mein Wille ist. Darum wird Gut und Böse bestehenbleiben so lange, bis alles Geistige erlöst ist, d.h., bis alles aus Mir Hervorgegangene die Willensprobe abgelegt hat, im freien Willen das Gute, Göttliche anzustreben, bis es aus freiem Willen zu Mir gefunden hat und als höchst vollkommenes Wesen nun alle Wonnen der ewigen Seligkeit genießen kann ....

 

Amen

 

 

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Mittwoch, 10. februar 2010 3 10 /02 /2010 08:19

Fünfte Szene: Eine Modenärrin. – 6. August 1847

 

[JS.01_005,01] Hier folgt noch ein früher Tod, der einer jungen Modeheldin, die sich bei einem Ball zu sehr dem Tanze hingab, um sich irgend einen jungen und reichen Bräutigam zu ertanzen, sich statt dessen aber nur den frühen Tod ertanzt hat.


[JS.01_005,02] Ein junges, dem Leibe nach überaus gefällig gestaltetes Mädchen von neunzehn Jahren wurde auf einen noblen Gesellschaftsball geladen, welche Einladung sie natürlich mit Einwilligung ihrer Eltern bereitwilligst annahm. Alsogleich wurden die Modekaufläden durchmustert, die zum Glück unter tausend Artikeln doch einen besaßen, der da unserer geladenen Holden anständig war. Nun ging's zum ersten Modeschneider und zwar mit dem Bedeuten, das Kleid nicht nur nach der letzten Pariser oder Londoner, sondern womöglich nach der letzten Madrider oder New Yorker Mode zu verfertigen, damit man auf einem so glänzenden Ball doch mit etwas Außerordentlichem erscheinen könne, um dadurch das größte Aufsehen zu erregen und auch als eine außerordentliche Erscheinung betrachtet zu werden!


[JS.01_005,03] Der Schneider hatte keine kleine Angst ob solchen Auftrags, indem er seine Kundschaft schon kannte, mit wieviel Dutzend Kapricen sie bei solchen Gelegenheiten gesalbt war. Er nahm sich daher kreuzmöglichst zusammen und verfertigte wirklich ein Meisterstück von einem Ballkleid zur vollen Zufriedenheit seiner Kundschaft; denn das Kleid konnte ohne Schnürmieder angezogen werden und ob der vielen feinsten elastischen Bänder aber den Leib dennoch so eng zusammenziehen, daß unsere Heldin um die Leibesmitte dünner war als um ihren runden Hals.


[JS.01_005,04] Dieses New Yorker Modekleid aber war auch so ganz eigentlich die Ursache ihres frühen und nahe plötzlichen Todes; denn da sie auf dem Ball die Königin der Schönheit und Grazie war, so tanzte sie auch mit einem jungen, reichen Affen, der ihr sehr bedeutend in die Augen stach, so wütend viel, daß sie sich dadurch in der zu sehr gepreßten Lunge ein großes Blutgefäß sprengte und ob des dadurch gar starken Blutverlustes in wenigen Minuten eine Leiche war.


[JS.01_005,05] Als sie auf dem Tanzboden zusammenbrach und aus ihrem Rosenmund ein Blutstrom sich ergoß – zum Schauder aller zahlreich eben auch nicht zu locker geschnürten Mädchen und Damen –, da stürzten freilich wohl ihre Eltern, Verwandte und Ärzte herbei, rissen ihr die Kleider vom Leib und begossen sie mit eiskaltem Wasser und gaben ihr Medikamente, die sie aber, als schon vollkommen tot, natürlich nicht mehr einnehmen konnte.


[JS.01_005,06] Alles weinte und klagte laut. Die Eltern und der ritterliche Affe von einem Liebhaber rissen sich aus Verzweiflung die Haare vom Kopfe. Andere fluchten solch einem Geschick, wieder andere bedauerten die Unglückliche. Viele verließen den Tanzsaal und trugen ein Notabene mit nach Hause, aber natürlich um nicht viel besser als die Sperlinge, die ein Schuß vom Dache vertrieb.


[JS.01_005,07] Hier, bei diesem Falle, werden wir in der Geisterwelt eben nicht viel von Belang zu sehen bekommen; aber dessenungeachtet sollt ihr es sehen, wie sich derlei Übersiedlungen in der Geisterwelt ausnehmen.

[JS.01_005,08] Sehet, da liegt unsere Heldin noch zusammengekauert am mit ersichtlichem Blute besudelten Boden, und dort in einiger Ferne erseht ihr einen Engelsgeist mit über Kreuz geschlagenen Armen stehen! Sein Antlitz verrät Trübsinn, d.i. eine Art Wehmut, die ein solcher Schutzgeist bei solchen Fällen der krassesten Narrheit der Menschen empfindet, so er ihnen mit all seiner Sorge nicht zu helfen vermag.


[JS.01_005,09] Was aber wird nun dieser trauernde Engel hier tun? Seht, er naht sich dem auch in der Geisterwelt als Leiche ersichtlichen Mädchen! Nun ist er bei ihr und spricht: „O du unsinniges Wesen! Was soll ich nun erwecken bei dir, da alles tot ist an dir, dahin ich nur mein Auge wende?! O Herr, sieh gnädig herab! Hier langt die Kraft nicht aus, die Du mir verliehen; daher strecke Du Deine allmächtige Hand aus und tue mit dieser Törin nach Deinem Wohlgefallen!"


[JS.01_005,10] Nun seht, dort kommt schon ein anderer, ganz feuriger Engel! Nun ist er da, und seht, sein Feuer ergreift die Tote und verzehrt sie im Augenblick zu Asche. (In der Naturwelt kann das nicht bemerkt werden, weil dieser Akt nur den seelischen Leib betrifft.) Nun fängt in der Asche sich etwas zu rühren an. Der Engel betet über diese Asche. Seines Gebetes letzte Worte sind: „Herr, Dein Wille geschehe!"


[JS.01_005,11] Darauf verläßt der zweite Engel die sich stets mehr rührende Asche; aber der erste Engel bleibt. Dieses Rühren aber ist nichts anderes als ein neues Zusammenordnen der ganz zerstörten, zerstreuten und höchst zerrütteten Seelenspezifikalpartikel, was nun unmittelbar durch Meine Kraft geschieht. Nun aber wird sich auch sogleich zeigen, wieviel und was von dieser Mädchenseele noch übriggeblieben ist! –


[JS.01_005,12] Seht, nun erhebt sich ein dunkelgraues Wölkchen! Das Wölkchen prägt sich stets mehr aus. – Und nun seht, da haben wir schon eine Gestalt! Ihr könnt sie wohl mit nichts Ähnlichem auf der Erde vergleichen! Der Kopf gleich dem einer Fledermaus, der Leib gleich dem einer Riesenheuschrecke, die Hände wie Gänsefüße, und die Füße gleich denen eines Storches! – Wie gefällt euch diese Mode nun als die Frucht jener weltlichen? – An der Mode aber läge so viel Außerordentliches nicht; aber daß diese Törin, als quasi Selbstmörderin, schwerlich je des Himmels Lichtgefilde betreten wird, das ist etwas anderes! –


[JS.01_005,13] Es werden wohl einige hundert Jahre vergehen, bis diese zur menschlichen Gestalt kommen wird, und das nur auf sehr schmerzliche Art! Nachher aber wird sie im Geisterreiche sein, was die Albinos auf der Erde sind, nämlich lichtscheu. –


[JS.01_005,14] Weiter ist bei dieser nichts mehr zu sehen und zu lernen, darum nächstens ein anderes Exempel.



 

JENSEITS DER SCHWELLE – STERBESZENEN

Durch das innere Wort des Geistes empfangen von Jakob Lorber.

 

http://www.wahre-wege.de/lorber-webspace/jenseits_der_schwelle.htm


 

 

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Dienstag, 9. februar 2010 2 09 /02 /2010 22:45

 

Das Kreuz in der Schöpfung.


1. Februar 1872


[Sg.01_023,01] In Meinem letzten Wort habe Ich euch gezeigt, wie die Form des Kreuzes in geistiger Entsprechung aufgefaßt werden solle. Ich habe euch ferner bewiesen, wie zwischen geistigem Streben und weltlichem Handeln die Kreuzform wieder das Wirken des einen gegen das andere ausdrückt, Ich habe euch belehrt, wie in dieser Form bildlich stets zwei sich widerstrebende, seien es materielle Kräfte, seien es geistige Eigenschaften, stets sich zu durchkreuzen suchen. Ich habe euch ferner den Weg vorgezeichnet, welchen ihr gehen sollt unter der Last des Kreuzes, wenn menschliche, weltliche Verhältnisse eure geistige Richtung „durchkreuzen". Und jetzt will Ich euch noch weiter andere Tiefen auftun, wo eben dieses Kreuz als Symbol Meiner Erniedrigung und Verherrlichung zugleich in allen Formen der geschaffenen Wesen entweder klar dargestellt oder verdeckt darin verborgen liegt, und euch zeigen, wie selbst im Gang der Welten, in der Form ihrer Bahnen und im materiellen und geistigen Weltenmenschen immer diese Form herausleuchtet; damit ihr ersehen möget, daß es nicht unbedeutend in Meinem Lebenswandel war, daß Ich, der Schöpfer alles Daseienden, gerade nur auf diese Art den leiblichen Tod erleiden mußte, wo, wie bei Meiner Geburt, auch die Umstände und Orte dazu beitrugen, das Herniedersteigen des höchsten Wesens würdig zu bezeichnen, so auch Dessen Heimgang in der Art und Weise, wie er geschah, eben in seiner geistigen Entsprechung dem Schöpfer alles Wesenden würdig war und den Stempel göttlicher Eigenschaften trug.


[Sg.01_023,02] Denn ihr müsset wohl bedenken, daß als Todesart, durch welche Ich nach den Begriffen der Menschen „Meinen Geist aushauchen" sollte, nicht gerade die nächstliegende genügte, sondern daß da eine solche gewählt werden mußte, welche, wenngleich für die Menschen ein Zeichen der Schande, für Mich aber das Zeichen der Göttlichkeit tragen sollte.


[Sg.01_023,03] Nun sehet, die Form des Kreuzes, wie sie bestand, als Ich daran geheftet wurde, war so, daß das Querholz nicht in der Mitte, sondern im oberen Dritteile den Hauptbalken durchschnitt.


[Sg.01_023,04] Auch dieser Durchschnitt im oberen Dritteil ist nicht ohne Bedeutung, sondern, wie beim weltlichen Kreuz, von großer Wichtigkeit in geistiger Entsprechung.


[Sg.01_023,05] Denn so wenig ein Mensch ans Kreuz genagelt werden könnte, wenn dieser Querbalken nicht mit der Höhe seiner Arme korrespondierte, ebenso in geistiger Hinsicht ist es die Lebensbedingung des Bestehens aller Welten, daß gerade eben dieser Durchschnittspunkt in den Weltenbahnen in die obere Hälfte fällt, weil dadurch der Zweck der Erhaltung und Fortdauer ihrer eigenen Existenz gesichert liegt.

 




[Sg.01_023,36] Daher befleißiget euch, auch unterm Kreuze oder unter dem Druck der weltlichen Verhältnisse nicht die Hauptrichtung nach oben zu vergessen. Dort hört aller Widerstand auf, und ihr werdet in Kreuzesform ebenfalls einst euren himmlischen Vater wiederfinden, der aufrecht stehend, mit ausgebreiteten Armen die Dulder und Kämpfer alle liebend empfangen will, die unter dem Kreuze, als symbolisches Bild des Leidens und des Kampfes, doch während ihrer Prüfungsschule Ihn und Seine Lehre nicht vergessen, nicht verleugnet haben! –

 

 

[Sg.01_023,37] Deswegen ehret das Kreuz! welches im großen Maßstabe in Meiner Schöpfung und im kleinen auf Golgatha zu Meiner Verherrlichung beigetragen hat und das auch euch durch die Erniedrigung zur geistigen Erhöhung verhelfen wird. –

[Sg.01_023,38] Es ist das Symbol von Leiden; deswegen erinnert euch Meiner Worte, als Ich einst sagte: „Wer sich erniedrigt, der wird erhöht werden!" –

[Sg.01_023,39] Auch die Juden erniedrigten Mich, erhöhten Mich dann am Schandpfahle, aber die geistige Verherrlichung, die sie durch diese Erhöhung bewirkten, begriffen sie nicht! –

[Sg.01_023,40] Was in jenen Zeiten nur von wenigen gefühlt und geahnt wurde, das könnt ihr jetzt ganz klar vor euren Augen sehen; euch zeigte Ich, wie auch diese Form und ihr späteres bildliches Ausdrücken als Leiden und Kämpfe, als geistiges Kreuz, nur der alleinige Weg ist zu Mir, den Ich euch glorreich vorausging und auf dem ihr mit Demut folgen sollet; denn auch eure Erniedrigung wird einst bei Mir zur größten Erhöhung werden, und ihr werdet dann erst erkennen, daß nicht genossene Freuden, nein, sondern überstandene Leiden den Hochgenuß einer Seligkeit geben können, welche auch Ich genoß, als Ich, Meine Mission vollendet, zu Meiner Liebe wieder zurückkehrte und Meinen Engeln und Geistern allen zeigte, daß das Kreuz nicht ein Schandpfahl, sondern ein Zeichen des Sieges ist für den, der sich demselben geduldig unterziehen will! Amen.

SCHÖPFUNGSGEHEIMNISSE, Kapitel 23

Kundgaben über Dinge der Natur.

Durch die innere Stimme des Geistes empfangen von Gottfried Mayerhofer.

http://www.wahre-wege.de/lorber-webspace/schoepfungsgeheimnisse.htm

 

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Dienstag, 9. februar 2010 2 09 /02 /2010 13:04

Übertritt aus dem materiellen ins geistige oder sogenannte jenseitige Leben

 

Einleitung. – 27. Juli 1847

[JS.01_47.07.27,01] Der Bruder A. H. W. möchte wissen, wie sich der Übertritt aus dem materiellen ins geistige oder sogenannte jenseitige Leben gestaltet, besonders bei den weltlich Großen.

[JS.01_47.07.27,02] Dieser Übertritt ist sehr leicht und ganz natürlich zu beschreiben.

[JS.01_47.07.27,03] Siehe, welchen Unterschied macht wohl das Wasser, so entweder ein großer oder ein armer, unbeachteter Mensch hineinfällt? Höre, beide ertrinken auf die ganz gleiche Weise! Oder welchen Unterschied macht das Feuer? Höre, es verzehrt den Kaiser so gut wie den Bettler!

[JS.01_47.07.27,04] Wenn ein Bettler und ein Minister oder Kaiser von einem Turme fielen zur selben Zeit, so wird der eine so gut wie der andere seinen Tod finden durch den jähen Fall.

[JS.01_47.07.27,05] Welchen Unterschied wohl macht das Grab zwischen groß und klein, zwischen reich und arm, zwischen schön und häßlich oder jung und alt? Siehe, gar keinen! Alles verwest und wird zum Unflate der Würmer und endlich zum nichtigsten Staub.

[JS.01_47.07.27,06] Wie es aber dem Leib im Reiche der sogenannten Naturkräfte ergeht, ebenso ergeht es auch der Seele im Reiche der Geister. Ob sie auf der Welt Bettler oder Kaiser war, das ist im Geisterreich vollkommen gleich. Da wird niemandem eine sogenannte Extrawurst gebraten, auf daß niemandes Eigendünkel genährt werde und der Große nicht mehr von seiner Größe und der Arme nicht mehr von dem Anspruch aufs Himmelreich – da er auf der Welt viel Not gelitten – und der Fromme nicht mehr von seinem „Verdienst ums Himmelreich" geblendet werde. Wie aber schon öfter gesagt, drüben – wohlverstanden! – drüben gilt nichts als nur die reine Liebe.

[JS.01_47.07.27,07] Alles andere aber ist wie ins Meer geworfene Steine, wo der Diamant gleich dem gemeinsten Sandstein in den ewigen, stinkenden Schlamm versinkt. In sich bleiben sie zwar wohl, was sie sind und was sie waren außerhalb des Meeres, – aber das Los beider ist gleich, höchstens mit dem Unterschied, daß der Sandstein eher aufgelöst wird als der Diamant.

[JS.01_47.07.27,08] Also ist es jenseits auch mit dem diesweltlichen Adel oder mit der diesweltlichen Geringheit. Diese werden sich im Meeresschlamme der unerbittlichen Ewigkeit wohl in ihrer Einbildung noch lange als das dünken, was sie auf der Welt waren. Der Kaiser wird dort sich noch als Kaiser dünken und der Bettler – mit dem Anspruch auf Vergeltung – als Bettler. Aber dessenungeachtet werden in der großen Wirklichkeit dennoch beide miteinander im Meeresschlamme der Ewigkeit ein gleiches Los teilen. Nur dürfte der Arme eher in die Gärung kommen – und sein Wesen daher auch eher von den wahren, innersten Demutsbläschen angefüllt werden, die ihn dann aus dem Schlamme ziehen und hinauftragen zum ewigen Licht und Leben – als der Kaiser oder ein sonstiger Weltgroßer.

[JS.01_47.07.27,09] Nach diesem Muster oder nach dieser Kardinalregel könnt ihr den Hintritt eines jeden Menschen genau beurteilen. Haltet euch daher an die Liebe, auf daß ihr dereinst nicht des allgemeinen Loses teilhaftig werdet! Amen. Amen. Amen.

 

 JENSEITS DER SCHWELLE – STERBESZENEN

Durch das innere Wort des Geistes empfangen von Jakob Lorber.


http://www.wahre-wege.de/lorber-webspace/jenseits_der_schwelle.htm

 

 

 

 

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